Deutscher Alpenverein Sektion Frankenland

DAV Frankenland

Die Geschichte der Sektion

Die Sektion Frankenland des Deutschen Alpenvereins ist eine der fünf Nürnberger Alpenvereinssektionen und umfasst heute etwa 800 Mitglieder, davon knapp 280 in der Ortsgruppe Bad Windsheim.

Die Wurzeln der Sektion Frankenland liegen im Turnverein 1846 Nürnberg. 1904 beschloss nämlich eine Gruppe von 15 Turnern, einem Trend der Zeit folgend, die Gründung einer eigenen Alpenvereinssektion "Sektion Turnverein Nürnberg des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins" als Unterabteilung des Turnvereins. Damit hatten aber auch nur Turnvereinsmitglieder die Möglichkeit zum Eintritt. Der rührigen Vorstandschaft gelang es bereits im Gründungsjahr, die Mitgliederzahl durch ein attraktives Programm (Wanderungen und Kletterfahrten in der Fränkischen und Hersbrucker Schweiz, gesellige Veranstaltungen, Vorträge) zu vervielfachen. 1906 wurde das neue Vereinsheim, die "Bastei", zum allgemein bewunderten geselligen Zentrum der Sektion, die bis 1914 auf 114 Mitglieder anwuchs.

Nach dem Stillstand während des Ersten Weltkrieges blühte das Vereinsleben rasch wieder auf, der Aktionsradius der Touren wuchs an und bezog die Alpen in stärkerem Maße ein. Von den politischen Wirren der Zeit blieb die Sektion nicht verschont: 1925 spaltete sich die Sektion und ein Teil der aktiven Bergsteiger gründete die Sektion Frankenland, die ausschließlich einen extremen Alpinismus vertrat. Kaum war diese Krise überwunden und hatte sich wieder ein selbstbestimmtes Vereinsleben eingespielt, da brachte das Dritte Reich weitere Rückschläge. Der Alpenverein verlor nicht nur seine Selbständigkeit, sondern die Sektion verlor auch 1937 ihr Vereinsheim an die Hitlerjugend und im Bombenhagel der Jahre 1943 und1945 fast den gesamten Ausrüstungs- und Bücherbestand.

Nach 1945 war der Alpenverein zunächst verboten. Engagierte Mitglieder organisierten deshalb das Vereinsleben auf lokaler Ebene, vor allem im heimatlichen Frankenjura. Nach der Wiedergründung des DAV setzte auch in der Sektion ein kräftiger Aufschwung ein: Die Emil-Klöden-Hütte in Högen wurde errichtet, erste Gruppenfahrten mit dem Bus ins Gebirge trafen auf begeisterten Zuspruch und 1964 fand die erste der legendären Högenwanderungen statt.

1963 änderte die Sektion ihren Namen in "Sektion Frankenland" und trennte sich so vollständig vom Turnverein 1846 Nürnberg. 1968 erfolgte die Gründung der Ortsgruppe Bad Windsheim, die in der alten Reichsstadt rasch Fuß fasste und stetig wuchs.
Seit 1979 erfuhr das Programmangebot der Sektion eine deutliche Intensivierung, die sich vor allem auf den Bereich der Ausbildung von Tourenführern und im Angebot der alpinen Touren im Sommer wie im Winter niederschlug. Seit 1986 besteht eine Hüttenpatenschaft für die Fürther Hütte in der Venedigergruppe.

Einen Höhepunkt im Vereinsleben der Sektion brachte das Jahr 2004 mit dem 100-jährigen Vereinsjubiläum. Gefeiert wurde es nicht nur mit einer großen Festveranstaltung, sondern auch mit einer Jubiläumswanderung im Wallis und einer großen Trekkingtour rund um den Dhaulagiri in Nepal.
Angebote unserer Sektion im In- und Ausland:

Die Sektion unternimmt Bergtouren, Klettertouren, Skitouren und Wanderungen (Gebirge und Umland von Nürnberg), es werden Vorträge gezeigt und andere gesellschaftliche Veranstaltungen durchgeführt.